Monate: Februar 2018

Mikroroboter aus Sperma

Mikroroboter aus Sperma

Mit den Erbinformationen trägt Sperma das Wunder des Lebens in sich. Für Dr. Veronika Magdanz, Postdoktorandin an der Professur für Angewandte Zoologie der TU Dresden, bergen sie aber auch diagnostisches und therapeutisches Potenzial: „Biohybride Sperma-beförderte Mikroschwimmer als Diagnosewerkzeuge“ ist das Thema ihrer Open Topic Postdoc Position: In dieser erhalten Promovierte an der TU Dresden die Möglichkeit, unabhängig von der fachlichen Ausrichtung ein eigenständiges Forschungsprojekt zu bearbeiten. Dr. Magdanz ist eine von 17 internationalen Nachwuchswissenschaftlern, die ihre Arbeit in dieser Initiative des Zukunftskonzeptes der TU Dresden vorantreiben. „In den Laborarbeiten an Mikromotoren hat mich fasziniert, dass Sperma ein leistungsfähiges Transportmittel sind. Spermien können sich sehr schnell fortbewegen und dabei auch Mikropartikel oder Mikroröhrchen transportieren“, erinnert sich die Postdoktorandin an die ersten Begegnungen mit der Mikroschwimmerforschung zu Beginn ihrer Doktorarbeit am IFW Dresden. Für ihre Transportaufgaben sollen die Spermien Hüllen aus intelligentem Material erhalten – Material, das auf Reize wie Temperaturunterschiede oder Umgebungsbedingungen reagiert durch Formveränderungen oder mit der Freisetzung von Stoffen. „Wir programmieren die Materialien auf bestimmte Bedingungen, die in der untersuchten Region – beispielsweise dem …