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Buchtipp: Empört euch! von Stéphane Hessel

Stéphane Frédéric Hessel (* 20. Oktober 1917 in Berlin; † 27. Februar 2013 in Paris) war ein französischer Résistance-Kämpfer, Überlebender des Konzentrationslagers Buchenwald, Diplomat, Lyriker, Essayist und politischer Aktivist. Gleichgültigkeit ist die schlimmste Haltung Große Aufmerksamkeit erregte 2010 Hessels Essay »Empört Euch!«, in dem er harsche Kritik an verschiedenen aktuellen politischen Entwicklungen übt und zum Widerstand aufruft. Er spricht sich für die Wiederbelebung der Werte der Résistance aus. »Die Gründe sich zu empören könnten heute als weniger klar erscheinen, da die Welt zu komplex ist. Wer bestimmt, wer entscheidet? Es ist nicht immer einfach zu unterscheiden, welche Strömungen uns gerade regieren. Wir haben es nicht mehr mit einer kleinen Elite zu tun, von der wir klar verstehen, warum sie so handelt. Es ist eine große Welt, in der wir merken, dass gegenseitige Abhängigkeit herrscht. Wir leben in einer noch nie da gewesenen, globalen Verknüpfung. Aber in dieser Welt gibt es unerträgliche Dinge. Um sie zu sehen, muss man sehr genau hinschauen, suchen. Ich sage den jungen Leuten: „sucht ein bisschen, ihr werdet sie finden”. Die schlimmste Haltung ist die Gleichgültigkeit, die bedeutet: „ich …

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Welche Bücher haben dich beeindruckt, gestärkt oder geprägt?

Welche Bücher haben dich beeindruckt, gestärkt oder geprägt? Diese Frage erreichte mich seinerzeit von @amaywi. Wenn ich über die Ausgangsfrage nachdenke, dann stelle ich fest, dass es von meinem Alter und meiner Lebenssituation abhing, welche Bücher mich beeindruckt, gestärkt oder geprägt haben. Vermutlich wird es den meisten von euch so gehen. Auch haben diese Bücher nicht zwingend Inhalte oder Form gemeinsam – es ist mit dem Lesen wie mit Musik hören. Mich muss berühren, was ich lese oder höre, dann beeinflusst es mich auch. Als kleiner Junge hat mich »Der Struwwelpeter« nachhaltig beeindruckt. Insbesondere die offensichtliche Tatsache, dass man bei starkem Wind mit dem aufgespannten Regenschirm einfach mal in den Wolken verschwinden konnte, hat mich sehr verstört. Vermutlich habe ich heute deswegen noch eine Abneigung gegen Regenkleidung jeglicher Art.