Die Gründe sich zu empören könnten heute als weniger klar erscheinen, da die Welt zu komplex ist. Wer bestimmt, wer entscheidet? Es ist nicht immer einfach zu unterscheiden, welche Strömungen uns gerade regieren. Wir haben es nicht mehr mit einer kleinen Elite zu tun, von der wir klar verstehen, warum sie so handelt. Es ist eine große Welt, in der wir merken, dass gegenseitige Abhängigkeit herrscht. Wir leben in einer noch nie da gewesenen, globalen Verknüpfung. Aber in dieser Welt gibt es unerträgliche Dinge. Um sie zu sehen, muss man sehr genau hinschauen, suchen. Ich sage den jungen Leuten: „sucht ein bisschen, ihr werdet sie finden“. Die schlimmste Haltung ist die Gleichgültigkeit, die bedeutet: „ich kann nichts dafür, ich komme schon klar“. Mit einem solchen Verhalten verliert ihr einen unverzichtbaren Bestandteil der Menschlichkeit. Es ist die Empörung und das daraus resultierende Engagement.
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Atem(los)

In meiner zweiten Selbsterfahrungswoche zu einem achtsamen Umgang mit mir selbst habe ich meinem Atem etwas genauer unter die Lupe genommen. Der natürliche Atemreflex ist so stark, dass es uns nicht gelingt, nicht zu atmen. Nach kurzer Zeit, zerreißt es uns förmlich – und die Lungen schreien nach Luft.

Die Atmung ist die Oxidation eines energiereichen Stoffs (…) unter Reduktion eines externen, Elektronen akzeptierenden Stoffs (…), wobei ein (großer) Teil der freiwerdenden Energie dieser Redoxreaktion durch Synthese energiereicher Moleküle chemisch gespeichert wird. [1]

Aber ist das wirklich alles?

Tauchen

In der Kleinstadt, in der ich meine Kindheit verbringen durfte musste, gibt es (noch) ein Freibad mit Springer-Becken und einem Fünf-Meter-Turm. Mit gut sechs Metern Wassertiefe ist es besonders tief. Mir bereitete es als Jugendlicher viel Vergnügen, bis auf den Grund dieses Beckens zu tauchen. Dabei wollte ich möglichst lange unten bleiben, die gedämpften Geräusche der Springer hören und die anderen Schwimmer oben an der Wasseroberfläche beobachten.

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Fußnote(n)    (↵ returns to text)
  1. Wikipedia – Atmung